Jazz in E.
Programm 2026 von Jazz in E. No. 31: Ein Festival aktueller Musik in Eberswalde / Vom 13. bis 16. Mai 2026 im RAW-Kultursaal an der Eisenbahnstraße 37 nähe Hauptbahnhof
Nirgendwo in Brandenburg wird wohl häufiger Jazz gespielt als in Eberswalde. Jedes Jahr über Himmelfahrt feiert die Szene dort das viertägige Festival „Jazz in E. – Ein Festival aktueller Musik“ wie Festivalleiter Udo Muszynski das traditionelle musikalische Ereignis nennt. Seit der ersten Ausgabe im Jahre 1995 hat sich „Jazz in E.“ zu einem Festival entwickelt, das weit über die Grenzen der Region bekannt geworden ist. Es spiegelt die Vielfalt und Vitalität der aktuellen Musik des zeitgenössischen Jazz wider. Nach der Jubiläumsausgabe im Jahr 2025 zum 30. Geburtstag des Festivals folgt nun die 31. Ausgabe am neuen Ort im RAW-Kultursaal an der Eisenbahnstraße 31 unweit des Eberswalder Hauptbahnhofs.
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Jazz in E. - Programm 2026
DOPPELKONZERT
Mittwoch, 13. Mai, 19 Uhr
Uwe Kropinski Solo
Uwe Kropinski (git)
Uwe Kropinski begeistert seit fast einem halben Jahrhundert solistisch mit Perfektion und Leichtigkeit und steht für moderne, stilübergreifende akustische Gitarrenmusik, Er spielt seit 1989 spezialangefertigte Gitarren mit 39 Bünden des berühmten holländischen Gitarrenbauers Theo Scharpach. Uwe Kropinski gastierte 1995 bei Jazz in E. No. 1 in der St. Georgs-Kapelle, mit ihm gehen wir jetzt in das vierte Jahrzehnt unserer Festivalgeschichte.
„He knocked me out. I don’t think I’ve ever been so impressed with a solo-guitar performance as with his.“ (Pat Metheny)
Richard Koch „Rays Of Light“
Richard Koch (tp, comp) – Fabiana Striffler (violn) – Valentin Butt (acc) – Igor Spallati (bass) –
Peter Kuhnsch (perc)
Was die Besetzung und das Instrumentarium angeht, hätte man das vom neuen Quintett des Trompeters Richard Koch vorgetragene akustische Werk auch schon im 19. Jahrhundert aufführen können. Jedoch lassen sich die aktuellen Stücke keiner spezifischen Region oder Tradition zuordnen. Es ist Musik, die in die österreichischen Alpen ebenso passt, wie in die Provence oder nach New Orleans. Sie ist urban wie ländlich verständlich. Sie verarbeitet Balkan-Elemente wie Klezmer, wir hören im Ursprung orientalische Percussions, und mit dem Kontrabass kommt eine gute Portion Swing und Bop aus den nervösen Metropolen dazu. Kochs Kompositionen wirken dabei so leichtfüßig wie farbenfroh. Als wolle er sagen: Hört her, liebe Menschen! Alle Musik der Welt ist hier, alles ist gut!
Kartenvorverkauf: Start Mitte Februar 2026
DOPPELKONZERT
Donnerstag (Himmelfahrt), 14. Mai, 19 Uhr
rant
Merle Bennett (drums) – Torsten Papenheim (git)
Seit 2003 spielen Merle Bennett und Torsten Papenheim als rant zusammen. In ihren gemeinsam entwickelten Stücken loten sie die Möglichkeiten des Duospiels aus und kreieren in der minimalistischen Besetzung von Gitarre und Schlagzeug ihre charakteristische Klangsprache. rant spielen eine Musik des Andeutens, Erweiterns, auch Verwerfens. Neben ihren Eigenkompositionen haben sie sich in eigenwillig reduzierten Interpretationen auch Klassikern der Jazzgeschichte gewidmet.
Echos der amerikanischen Musikgeschichte wehen durch diese exzentrischen Bearbeitungen, von denen Leute wie Henry Kaiser, Jack White oder Eugene Chadbourne begeistert sein dürften. (Jazzthing)
Jan Klare KIND
Shabnam Parvaresh (cl) – Shannon Barnett (tb) – Jan Klare (sax) – Emily Wittbrodt (cello) – David Helm (bass) – Bruna Cabral (drums)
KIND will spielen. KIND will Eindruck machen. KIND spielt “kontrolliert entgleiste Kammermusik“. KIND ist äußerst unterhaltsam.
„Der Altsaxophonist Jan Klare stellte seine durchkomponierte KIND Kombination vor und erhielt den Preis für die schnellste Präzision und die größte Geschmeidigkeit des gesamten Festivals. Seine schwindelerregenden Bläserarrangements zwingen das Publikum zum Grinsen.“ (Jazz Wise)
Kartenvorverkauf: Start Mitte Februar 2026
DOPPELKONZERT
Freitag, 15. Mai, 19 Uhr
Kalle Kalima & Achim Kaufmann
Kalle Kalima (acc git) – Achim Kaufmann (piano)
Zwei herausragende Musiker, beide fest in der internationalen Jazzszene etabliert, musizieren sehr gern gemeinsam. Und obwohl ihre musikalischen Erfahrungen und Projekte unterschiedlich sind, treffen sie sich nicht beim kleinsten gemeinsamen Nenner, sondern erfinden mit ihrem Instrumentarium neue Geschichten. Die Musik ist eine Meditation über Einflüsse von Miles Davis über Morton Feldman bis Robert Johnson, alles anhand von Eigenkompositionen Kaufmanns und Kalimas für Klavier und akustische Gitarre.
TAU
Philipp Gropper (sax) – Philip Zoubek (synth) – Felix Henkelhausen (bass) – Moritz Baumgärtner (drums, perc) – Ludwig Wandinger (electronics)
TAU ist ein Kollektiv und arbeitet eher wie eine Rockband zusammen. Die Musik entsteht zum größten Teil in einem gemeinsamen Prozess des Komponierens, Arrangierens und Improvisierens, welcher die unterschiedlichen Hintergründe und Visionen der Musiker verbindet.
„Das, was wir heute als traditionell bezeichnen, war immer eine Erweiterung oder sogar ein Bruch, etwas Neues und genau daher kam auch die jeweilige Energie und Brisanz, die gleichzeitig eine zeitlose Größe sicherte. Wird etwas in einer zuvor gefundenen Stilistik heute nachgespielt, fehlt immer das Gefühl, eine Reise in die Zukunft zu unternehmen…” (Philipp Gropper)
Kartenvorverkauf: Start Mitte Februar 2026
Sonnabend, 16. Mai, 10:30 Uhr
Guten-Morgen-Eberswalde
Rüdiger Krause Quartett
Rüdiger Krause (git, voc) – Jörg Leistner (piano) – Daniel Werbach (bass) – Markus Lämmel (drums)
Atmosphären, Melodien und Energie sind die wichtigsten Zutaten in der Musik des erfolgreichen Jazzgitarristen, der seinen Weg in Magdeburg begann und in der Zwischenzeit mit seinem Idol Carla Bley, mit Steve Swallow, Uschi Brüning, Günther Fischer und Manfred Krug spielte. Der Virtuose mit einer Schwäche für Ohrwürmer präsentiert ein brandneues Dreamteam mit Spitzenmusikern aus seiner Wahlheimatstadt Leipzig.
Der Eintritt ist frei.
DOPPELKONZERT
Sonnabend, 16. Mai, 19 Uhr
Tobias Hoffmann & Benjamin Schaefer
Tobias Hoffmann (git) – Benjamin Schaefer (keys)
Gitarrist Tobias Hoffmann und Pianist Benjamin Schaefer musizieren seit über zwanzig Jahren miteinander, begannen ursprünglich tatsächlich einmal als Duo, um dann für viele Jahre ihre gemeinsame Band “Expressway Sketches” voranzutreiben. Nun sind sie endlich wieder im Zweiergespann zu hören und dies in der ungewöhnlichen Kombination von E-Gitarre und Wurlitzer Electric Piano. Im brandneuen Programm finden sich neben Kompositionen von Tobias Hoffmann auch ausgewählte Lieblings-Standards der beiden Musiker. Mysteriöse Blues, Soul & Surf Sounds in kammermusikalischer Jazzbesetzung.
n.n.
Kartenvorverkauf: Start Mitte Februar 2026

Jazz in E. an neuem Ort im RAW-Kultursaal Eberswalde
Die kommende 31. Ausgabe von Jazz-in-E. war für ZEIT-Autor Thomas Melzer der Anlass, einen weiteren Blog für das Festival über Himmelfahrt im RAW-Kultursaal in der Nähe des Eberswalder Hauptbahnhof zu schreiben. Den Text in vollständiger Länge gibt es auf der Blog-Seite von Mescal zu lesen.
Wir wünschen eine interessante Lektüre.
TRADITION– so lautet das Motto des diesjährigen Festivals „Jazz in E. No. 31“ im RAW-Kultursaal.
Jazz in E., das besondere Jazzfestival im Osten Deutschlands, wurde 1995 gegründet. Neben der Peitzer Jazzwerkstatt ist das Eberswalder Festival die zweite wichtige „Jazzmarke“ in Brandenburg und kann auf die längste durchgehende Tradition im Land verweisen. Wir gehen in das vierte Jahrzehnt der Festivalgeschichte und legen in den nächsten Jahren eine neue thematische Serie auf. Für 2026 ist das Thema TRADITION gesetzt. Ein Programm unter diesem Titel ist nicht historisierend gemeint, sondern es geht um Besinnung auf Ausgangspunkte, dem Nachspüren von Wurzeln, um Gedächtnis und Weitergabe, also um einen Prozess.

Wir setzen zudem unsere Reise durch die ehemaligen Betriebskulturhäuser von Eberswalde fort und gastieren nach zwei Jahren im Kulturhaus des ehemaligen Rofinwerkes nun erstmals im früheren RAW Betriebskulturhaus (RAW steht für Reichsbahnausbesserungswerk) am Eberswalder Hauptbahnhof, wo sich bis heute das Schienen-Fahrzeugwerk befindet.
Am verlängerten Wochenende über Himmelfahrt begrüßen wir 2026 unter anderem Uwe Kropinski, Richard Koch‘s „Rays Of Light“, rant (Merle Bennett & Torsten Papenheim), Jan Klare’s KIND, Kalle Kalima & Achim Kaufmann, Philipp Gropper’s TAU, das Rüdiger Krause Quartett, Tobias Hoffmann & Benjamin Schaefer.
Konzerttermine 2026:
Mittwoch, 13. Mai, 19 Uhr
Donnerstag (Himmelfahrt), 14. Mai, 19 Uhr
Freitag, 15. Mai, 19 Uhr
Sonnabend, 16. Mai, 10:30 Uhr und 19 Uhr
Der Vorverkauf startet in Kürze und es wird auch wieder einen limitierten Early Bird Festivalpass für die vier Tage über Himmelfahrt geben.
Anfahrt
Mit der Bahn: Regionalexpress RE 3 stündlich ab Berlin Hauptbahnhof bis Eberswalde Hauptbahnhof
Regionalbahn RB 24 stündlich ab Berlin Ostkreuz bis Eberswalde Hauptbahnhof
Regionalbahn RB 63 stündlich ab Joachimsthal
Regionalbahn RB 60 stündlich von Wriezen / Frankfurt (Oder)







